18.05.2017

SCHOTTEL setzt mit neuem SRE EcoPeller auf Nachhaltigkeit

Der neue SRE EcoPeller® setzt Maßstäbe in Bezug auf Effizienz und Nachhaltigkeit.

Kontinuierlich steigende Anforderungen durch Umweltrichtlinien sowie Emissionsbeschränkungen stellen Schiffseigner vor große ökologische und ökonomische Herausforderungen. Gleichzeitig beeinflussen technische Ansprüche  der Kunden wie ein möglichst hoher Gesamtwirkungsgrad, sehr gute Kursstabilität und exaktes Positionieren im DP-Betrieb den Schiffsbau  maßgeblich.

SCHOTTEL begegnet diesen Entwicklungen mit einem primär für die offene See  und küstennahe Einsatzbedingungen entwickelten, höchst effizienten und ökologisch sauberem Antrieb – dem SCHOTTEL Ruder EcoPeller (SRE®, EcoPeller®). Der brandneue Antrieb wurde bereits für acht Fähren-Neubauten für zwei wichtige norwegische Fährlinien geordert.


Erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung
Der Propulsionsexperte SCHOTTEL investierte erheblich in die Forschung und Entwicklung sowie die ausgiebige Erprobung der Marktneuheit, um die beste Gesamteffizienz und langjährige Zuverlässigkeit des Antriebs für den Kunden  sicherzustellen. Zudem sollten Schiffsdesignern größtmögliche Installationsfreiheiten bei der Integration des Antriebs in das Schiffsdesign geboten werden.

Die ersten greifbaren Überlegungen zur Konstruktion eines Ruderpropellers der Zukunft sind auf einen Innovationsworkshop im Jahr 2013 zurückzuführen.

Zu Beginn der Projektphase wurden diverse Antriebsvarianten in hydrodynamischen Modellversuchen sowie in Strömungssimulationen mittels modernster CFD-Technologie ausgiebig getestet. Parallel erfolgte eine Optimierung des gesamten mechanischen Kraftstrangs mit dem  Ziel geringstmöglicher mechanischer Verluste.


Innovatives Hochleistungsgetriebe
Der SRE zeichnet sich durch höchste Effizienz und Robustheit aus, die auf dem Markt einzigartig sind. Einen bedeutenden Anteil daran hat die von SCHOTTEL entwickelte und patentierte HTG (High Torque Gear) Getriebetechnik. Das HTG erlaubt bei gleichen Abmessungen der Kegelräder die Übertragung eines bis zu 15 Prozent höheren Antriebsmoments bei hohen und ausgewogenen Sicherheiten gegen alle bekannten Verzahnungsschadensformen. Trotz des sehr hohen Antriebsmoments lassen sich bedeutend schlankere Unterwassergetriebegehäuse realisieren und damit die hydrodynamische Effizienz propulsionstechnisch steigern.


Bestwerte in Gesamtwirkungsgrad und Kursstabilität
Das charakteristische Design des SRE liefert bislang unerreichbare Bestwerte bezüglich Gesamtwirkungsgrad und Kursstabilität. Somit garantiert der EcoPeller dem zukünftigen Eigner einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und damit niedrige Betriebskosten und Emissionen.


Optimale Integration in jeden Schiffsrumpf
„Beim SRE EcoPeller war für uns neben dem ökologischen und ökonomischen Aspekt auch die Produktvariabilität von besonderer Bedeutung. Je frühzeitiger wir in die Designphase des Schiffs einsteigen und Antrieb und Schiffshülle aufeinander abstimmen, desto höher ist der Gesamtwirkungsgrad des Schiffs. Wichtig war uns daher, dem Designer passgenaue Varianten eines Antriebs anzubieten“, erklärt SCHOTTEL-Geschäftsführer Dr. Christian Strahberger. Die Integrationsfähigkeit des EcoPellers zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Komponenten des Antriebs in individuellen Längen gefertigt werden können und dadurch eine hydrodynamisch optimale Integration in Schiffsrümpfe nahezu jeder Art und Größe ermöglicht wird.


Vibrations- und geräuscharm dank integriertem Elektromotor
Der SRE basiert auf dem SCHOTTEL SCD-Bauartprinzip eines vertikal in den Ruderpropeller integrierten Elektromotors. Somit entfällt das obere der beiden Umlenkgetriebe, womit sich zwei Prozent mechanischen Wirkungsgrades gewinnen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die durch die Vereinigung von Motor und Antrieb erzielte kompakte Bauweise. Ohne Komponenten wie den Wellenleitungen zwischen Motor und Antrieb wird der Einbau ins Schiff für die Werft denkbar einfach und kostensparend.

An Bord bietet der platzsparende EcoPeller besten Komfort aufgrund der hohen Vibrationsarmut und dem niedrigen Geräuschpegel.


Flexible Motorisierung des Schiffs
Dem Schiffdesign sind mit dem SRE bei der Wahl der Motorisierung keinerlei Grenzen gesetzt. Neben einer werkseitigen, einbaufertigen Bestückung mit einem hocheffizienten Asynchron-Elektromotor - optional auch mit einem Permanent-Magnet-Motor - kann der EcoPeller auch mit weiteren vertikal integrierbaren Elektromotoren gemäß Kundenwunsch beliebig kombiniert werden. Alternativ ist auch eine Z-Drive-Lösung für den elektrischen oder mechanischen Antrieb möglich, optional auch mit dem neuen SCHOTTEL Y-Hybrid für eine Kombination aus elektrischem und mechanischem Antrieb.


Hohe Funktionalität in verschiedenen Anwendungen und Schiffstypen
Der SRE EcoPeller ist in verschiedenen Größen für Antriebsleistungen zwischen 1.000 kW und 4500 kW erhältlich. Verfügbare Propellertypen sind FP (Fixed Pitch) oder CP (Controllable Pitch). Optional ist beim CP-Propeller die Funktion der Segelstellung (Full Feathering), bei der die Propellerflügel bei Bedarf in eine widerstandsarme Position gebracht werden können. Dadurch können einzelne Schiffsantriebe komplett abgeschaltet werden und produzieren in diesem Betriebszustand nur minimalen Eigenwiderstand.


Umweltschutz durch sauberen Betrieb
Der EcoPeller ist ausgestattet mit einem SCHOTTEL LEACON Dichtungsüberwachungssystem. Es schützt sicher und zuverlässig gegen Verunreinigungen des Seewassers durch Betriebsstoffe aufgrund einer zusätzlichen Zwischenkammer mit integrierter Überwachung. Auf diese Weise lassen sich betriebsbedingte Abnutzungen frühzeitig erkennen und somit außerplanmäßige Wartungen vermeiden.


Produktionsintegrierte Nachhaltigkeit
Wer den Anspruch verfolgt, umweltfreundliche Antriebe zu bauen, für den darf es nicht ausreichen, nur das Endprodukt in den Fokus seiner Bemühungen um „Clean Technologies“ zu stellen. Mit einem hochmodernen Entwicklungs- und Produktionsstandort in Dörth, der im Jahr 2015 eröffnete, hat SCHOTTEL den gesamten Prozess der Produktherstellung ins ökologische Kalkül gezogen. Die Fertigungshallen in Dörth verfügen über ein Kombisystem zur Heizung und Belüftung sowie zur Filterung der Abluft. Die entstehende Prozesswärme in der Fertigung wird genutzt, um die Fabrikhallen zu beheizen. Die Abwärme aus den Prüfbecken wird in der Fußbodenheizung der Büroräume eingesetzt. Auch die Beleuchtung wird effizient geregelt: Großzügige Fensterflächen ermöglichen die optimale Nutzung des Tageslichts, und die Beleuchtung der Räume wird automatisch reguliert. 


Mediakontakt:
Christine Graeff
Head of Marketing & PR
cgraeff@schottel.de