05.12.2023

SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller meistert Worst-Case-Failure-Szenario

Der Einsatz des neuen SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller (SRP-D) mit schnellen Reaktionszeiten zur dynamischen Positionierung wurde kürzlich von Navis Engineering Oy, dem finnischen Hersteller von dynamischen Positionierungssteuerungssystemen, empfohlen. Eine gemeinsame Untersuchung konzentrierte sich auf die mechanischen Fähigkeiten des neuen Antriebs und darauf, wie gut das NavDP4000-Steuerungssystem von Navis darauf angepasst werden kann.

Während einer Antrieb-/Antrieb-Interaktion offenbarten Simulationen einen bis zu 45 Prozent reduzierten Schubverlust mit dem um acht Grad geneigten Unterwassergetriebe im Vergleich mit einem regulären 90°-Unterwassergetriebe.

Hohe Positionsgenauigkeit in herausfordernden Situationen

Frühere Untersuchungen des SRP-D mit DNV und MARIN haben gezeigt, dass die Wirkung seiner hochdynamischen Schubverteilung bei rauen Wetterbedingungen am deutlichsten ist. Diese Studien offenbarten zudem, dass der neue Antrieb die Betriebsleistung eines Schiffs erheblich verbessert. Darüber hinaus wurde in der jüngsten Untersuchung von Navis ein Worst-Case-Failure-Szenario (WCF) simuliert, um zu prüfen, wie gut der neue Antrieb solch schwierige Situationen bewältigen kann.

Erhebliche Verbesserungen in der Positionsgenauigkeit

Andrey Loginov, Senior DP Engineer bei Navis, betont: "Gerade bei transienten Vorgängen, wie dem plötzlichen Ausfall eines Antriebs, ist es wichtig, dass der verbleibende Schub so schnell wie möglich umverteilt wird. In dem simulierten WCF-Szenario haben die schnell reagierenden Antriebe die Fähigkeit zur Positionsgenauigkeit und damit die Betriebssicherheit des Schiffs erheblich verbessert."

Keine Softwareanpassung erforderlich

Zur Durchführung der Analyse wurde ein Zeitbereich-Simulator verwendet. Dynamische Level-3-Simulationen der Positionsgenauigkeit für ein DPII-Schiff bestätigten, dass das NavDP4000-Steuerungssystem die schnellen Steuergeschwindigkeiten und kurzen Anlaufzeiten des SRP-D nutzen kann. Dies beweist, dass ein derzeit verfügbares DP-Steuerungssystem ohne jegliche Softwareänderung mit dem neuen Antrieb sofort bessere Ergebnisse erzielen kann.

Sofortige Nutzung der physikalischen Vorteile

„Es ist wichtig, dass am Ende ein echter Gewinn steht. Die physikalischen Vorteile des SRP-D liegen auf der Hand und es wurden umfangreiche Simulationen durchgeführt, um das Potenzial seines Einsatzes unter realistischen Umweltbedingungen auszuschöpfen. Letztlich müssen wir aber sicher sein, dass dieses Potenzial auch in modernster DP-Software genutzt werden kann", erklärt Jan Glas, Leiter des Produktmanagements bei SCHOTTEL.

Schnell wachsendes Interesse im CSOV-Markt

Da der SRP-D besonders für den Einsatz in Offshore-Schiffen geeignet ist, hat er schnell das Interesse der Offshore-Industrie und ihrer Partner geweckt. Die norwegische VARD-Gruppe baut derzeit vier CSOVs für Edda Wind mit dem SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller Typ SRP 460 D. Windcat Offshore hat den SRP-D Typ 430 D für 5 CSOVs beauftragt, die von der niederländischen DAMEN-Gruppe gebaut werden. Der Vertrag enthält die Option auf ein weiteres Schiff. Die Projekte etablieren den Einsatz des SRP-D in verschiedenen bewährten CSOV-Designs mit einer Gesamtzahl von derzeit 28 bestellten Einheiten. Der Stapellauf des ersten Schiffes mit dem neuen SRP-D von SCHOTTEL ist für 2025 geplant.