Oktober 2019

Vorzeigeprojekt "Elektra": SCHOTTEL liefert Antriebe für erstes emissionsfreies Schubboot der Welt


Das innovative Schubboot "Elektra", bestellt von der BEHALA und entwickelt an der Technischen Universität Berlin, wird von SCHOTTEL Ruderpropellern angetrieben

"Elektra", die sich derzeit im Bau bei der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben (Sachsen-Anhalt) befindet, wird das weltweit erste emissionsfreie Schubboot sein

Das 20,00 Meter lange und 8,20 Meter breite Kanalschubboot wird mit zwei SCHOTTEL SRP 100 mit Düse (je 200 kW) sowie einem Steuer- und Regelsystem von SCHOTTEL ausgestattet sein

Das innovative Schubboot "Elektra", bestellt von der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (BEHALA) und entwickelt am Fachgebiet Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme der Technischen Universität Berlin, wird mit Ruderpropellern des deutschen Antriebsexperten SCHOTTEL ausgestattet sein. Das hybride Kanalschubboot wird von einer Kombination aus Brennstoffzellen, Akkumulatoren und elektrischem Antrieb angetrieben. "Elektra", die sich derzeit im Bau bei der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben (Sachsen-Anhalt) befindet, wird das weltweit erste emissionsfreie Schubboot sein.

    

Vorbild für elektrische Energiekonzepte
"Die 'Elektra' zeigt, was möglich ist. Sie wird, nicht nur als Schubboot, sondern insbesondere als Vorbild für elektrische Energiekonzepte für viele maritime Bereiche beweisen, dass eine Energiewende durchaus möglich ist. Wir freuen uns, dass SCHOTTEL uns dabei als Experte im Bereich Antriebstechnik zur Seite steht", so Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach, Projektleiter an der TU Berlin, Fachgebiet Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme.

   

Neue Technologien an Bord
Das 20,00 Meter lange und 8,20 Meter breite Kanalschubboot wird mit zwei SCHOTTEL Ruderpropellern vom Typ SRP 100 mit Düse (je 200 kW) sowie einem Steuer- und Regelsystem von SCHOTTEL ausgestattet sein. Es wird eine Mindestdienstgeschwindigkeit von max. 10 km/h erreicht und dabei über eine maximale Schublast von 1.400 Tonnen verfügen.

   

Das Schiff wird die Brennstoffzellen-Technologie für die Basis-Energieversorgung des Antriebsstrangs und für das Bordnetz nutzen. Bei Spitzenlasten wird zusätzliche Energie durch die Akkumulatoren bereitgestellt. Der Wasserstoff, der die Brennstoffzelle versorgt, wird dabei mittels Elektrolyse aus grünem Strom erzeugt, der aus Windkraft stammt.

   

Emissionsfrei ab Tag eins
Geplant ist, dass die "Elektra" 2020 zunächst in Berlin und ab 2022 auch zwischen Berlin und Hamburg erprobt wird. Ab 2025 soll das Schiff im kommerziellen Betrieb zwischen Berlin und Hamburg pendeln und vorrangig im Gütertransport eingesetzt werden. Dabei soll “Elektra“ ab ihrem ersten Erprobungstag in Berlin komplett emissions- und schadstofffrei fahren.