September 2015

SCHOTTEL eröffnet neue Ruderpropellerfabrik

45 Mio. EUR Investition in die Zukunft


Luftbild des neuen SCHOTTEL Werks

Das Verwaltungsgebäude des neuen SCHOTTEL Werks

SCHOTTEL Werkshalle

Montage eines Ruderpropellers

Mechanische Fertigung

Thermischer Zuschnitt im neuen SCHOTTEL Werk

Schweißroboter beim Schweißen einer Motorfundamentierung

Qualitätssicherung: 3-D Scannen eines Propellers

Um seine führende Marktposition zu untermauern, hat der deutsche Hersteller von Schiffsantrieben im Sommer 2015 eine neue Ruderpropellerfabrik in Betrieb genommen.

 

Vier Produktionshallen, bis zu 270 m lang und 18 m hoch, sowie ein dreistöckiges Verwaltungs- und Sozial- bzw. Technikgebäude mit insgesamt 23.000 m² Produktions- und Büroflächen, sind in der Nähe der Firmenzentrale nach rund 2 Jahren Bauzeit mit einem Investitionsvolumen von 45 Millionen EUR entstanden. 290 Arbeitsplätze in Fertigung und Verwaltung beherbergt der neue Standort einschließlich 20 Ausbildungsplätzen. Die Fabrik wurde nach den neuesten Erkenntnissen entworfen und ist so variabel gestaltet, dass sie langfristig an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden kann. Mit dem neuen Standort steigert SCHOTTEL die Produktionskapazität um circa 30 %.

 

Qualität und Effizienz

Effizienz, Produktqualität und Umweltfreundlichkeit waren zentrale Aspekte bei der Gestaltung der neuen Produktionsstätte. Professor Dr.-Ing. Gerhard Jensen, CEO der SCHOTTEL Gruppe, erläutert die Konstruktionskriterien: “Wir bezeichnen das neue Werk als die effizienteste Ruderpropellerfabrik der Welt, weil hier Effizienz in allen denkbaren Bereichen realisiert wurde. Das beginnt mit der Anbindung an das Verkehrsnetz, setzt sich fort mit einer durchdachten Logistik mit voll überdachter Warenannahme und Auslieferung sowie einem intelligenten Materialfluss auf der Basis eines optimalen Gesamtlayouts der Fabrik. Die Qualitätssicherung ist unmittelbar neben der Warenannahme und dem Versand untergebracht, und für die Mitarbeiter aus Produktion und produktionsnahen Bereichen sind die Wege trotz der Größe der Fabrik kurz. Weitere Effizienzsteigerungen und Flexibilität ergeben sich natürlich auch durch die Vielseitigkeit der neuen Werkzeugmaschinen“. SCHOTTEL legt darüber hinaus großen Wert auf ein gesundes und motivierendes Arbeitsumfeld. „Optimale Arbeitsbedingungen“, so Jensen, „stehen den Mitarbeitern im Hinblick auf Ergonomie oder aber die Ausleuchtung der Arbeitsplätze zur Verfügung: Tageslicht in Verbindung mit einer  automatisch gesteuerten Beleuchtungsanlage sorgt außerdem für Energieeffizienz. Moderne Be- und Entlüftung mit entsprechender Filterung stellt gesunde und sauerstoffreiche Atemluft zur Verfügung. Die Lüftungsanlagen arbeiten zudem mit Wärmerückgewinnung. Auch die Wärme der Kompressoren wird unterstützend zur Beheizung der Lackier- und Trockenkabinen verwendet. Ebenso wird die Energie, die dem Wasser im Prüfstand zugeführt wird, über eine Wärmepumpe zur Beheizung der Büros verwendet. Zudem versorgt eine Photovoltaikanlage das Werk mit umweltfreundlicher Energie“.

 

Hoher Anteil an Eigenfertigung

SCHOTTEL hat auch kräftig in einen neuen Maschinen- und Anlagenpark investiert. Mit der mechanischen Fertigung ist das Unternehmen in der Lage, alle wesentlichen Bauteile von Ruderpropellern effizient selbst  zu fertigen. Das größte  Mehrachs Dreh- und Fräszentrum für die Bearbeitung von  Kegeltragrohren bis zu 5 Metern Durchmesser und Getriebegehäusen mit einer Bearbeitungshöhe von 5 Metern bietet eine Traglast von 120 Tonnen. Wie bei vielen anderen Maschinen ist hier gleichzeitiges Rüsten der Maschine und Bearbeiten von Werkstücken  möglich.  Ebenfalls beachtenswert sind die Bekranungen von derzeit 10 bis 50 Tonnen. Sie lassen sich bei späterem Bedarf bis 100 Tonnen nachrüsten.

SCHOTTEL zeichnet sich von jeher durch eine hohe Fertigungstiefe aus. Die neuen Werkzeugmaschinen erhöhen auch den Anteil an Eigenfertigung. „Das sichert Know-How, Verfügbarkeit und gleichbleibend hohe Qualität“ sagt Professor Gerhard Jensen  

 

Moderne Werke weltweit

Neben dem Werk in Dörth verfügt SCHOTTEL über weitere Fertigungsstätten in Wismar (Deutschland) und Suzhou (China). Sie alle sind modern und werden zudem regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

So wurde beispielsweise im Juli 2015 in Wismar die modernisierte mechanische Fertigung in Betrieb genommen.

Im Werk Suzhou stehen neu ausgebaute Fertigungs- und Servicekapazitäten u.a. mit einer Elektro- und Hydraulikwerkstatt oder etwa einer neuen CNC Langbettdrehbank mit Drehlängen für Wellen bis zu 10 Metern zur Verfügung.

 

Unterdessen steht auch der neue Standort des SCHOTTEL Tochterunternehmens HW Elektrotechnik mit rund 4200 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche vor der Fertigstellung. Hier wird in unmittelbarer Nähe zum Werk in Dörth unter anderem die Elektrotechnik der SCHOTTEL Schiffsantriebe und Steuerungen gefertigt. Produktqualität, Energieeffizienz, ein gesundes Arbeitsumfeld und eine zukunftsorientierte Bauweise waren auch hier wichtige Leitlinien.

 

Zentrale in Spay erweitert Servicekapazitäten

In Spay am Rhein wird weiterhin die Zentrale der SCHOTTEL Gruppe sein. Der Servicebereich des Unternehmens erhält hier neue Kapazitäten: Auf dem ehemaligen Fertigungsgelände findet das bisher ausgegliederte Servicelager Platz. Es entsteht ein vergrößerter Reparaturbereich mit eigenen mechanischen Fertigungsmöglichkeiten. Lackiererei sowie eine Versuchs- und Entwicklungshalle stehen ebenfalls zur Verfügung. Dank kurzer Wege und effizienter Logistik kann SCHOTTEL so in Zukunft noch schneller auf Kundenwünsche reagieren.