September 2004

SCHOTTEL baut seine Marktpräsenz in Russland aus

Dass Russland nicht nur über riesige Rohstoffquellen verfügt, sondern auch eine der führenden Schiffbaunationen ist, weiß man bei SCHOTTEL schon lange. So bestehen jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen, und das SCHOTTEL Image in Russland ist auf dem höchsten Niveau.


Zurzeit werden in Russland nicht nur mehrere Schiffsserien mit SCHOTTEL-Bugstrahlanlagen ausgerüstet, sondern auch viele Frachtschiffe, Tanker, Schlepper und sogar Offshore- und Forschungschiffe erhalten komplette SCHOTTEL Hauptantriebsanlagen und Manövrierantriebe.

Zu den erfolgreichen Aufträgen zählen die Antriebsanlagen und Bugstrahler für Trockenfrachter und Öltanker für PALMALI Group (SCHOTTEL Ruderpropeller SRP 1010 FP mit 1120 kW bzw. 1200 kW) sowie die Ruderpropeller Typ SRP 2020 CP (1980 kW / 750 Upm) als Hauptantriebe mit hoher Eisklasse RMRS LU 5, die sich in Schleppern von „Sovtfracht- Primorsk“ im russischen Hafen Primorsk in vollem Eiseinsatz bestens bewähren.

Die technischen Vorteile wie hoher Wirkungsgrad, Geräuschreduzierung und hydrodynamisch optimierte Konstruktion überzeugten die GASPROM-Tochter “Podvodgasengineering“. Für seinen neuen Forschungskatamaran bestellte das Unternehmen deshalb zwei SCHOTTEL Twin-Propeller Typ STP 200 mit je 285 kW bei 1800 Upm und zwei Pump Jets SPJ 15 mit je 55 kW als Manövrierhilfe.

Ausländische Reedereien sind zurzeit auf dem russischen Schiffstransportmarkt sehr aktiv. So lässt die italienische Reederei Petro Barbaro drei eigene See/Fluss-Öltanker zum Einsatz in Russland bei Oka Shipyard bauen. Deren SCHOTTEL Ruderpropeller Typ SRP 1010 FP mit Eisklasse RMRS LU1 sind optimiert für den Einsatz in russischen Gewässern und im gebrochenen Eis. Die Leistung beträgt je 1200 kW bei 1800 Upm.

Immer mehr ausländische Schiffseigner bestellen ihre Schiffe in Russland und profitieren dabei von kürzeren Lieferzeiten aufgrund der hohen Produktionskapazitäten, die u.a. darauf zurückzuführen sind, dass einst klassische Militärwerften mittlerweile auch zivile Schiffe bauen. Eine der größten, früher hochgeheimen russischen Militärwerften, die jetzt auch im Handelsschiffbau aktiv ist, ist die Amur Schiffswerft in Komsomolsk on Amur. Ungeachtet des langes Weges haben ein SCHOTTEL Pump-Jet SPJ 220 (800 kW), ein Bugstrahler Typ STT 2 FP (590 kW) und zwei STT 3 FP (750 kW) das ferne Ziel erreicht.

Der Pump-Jet und die Bugstrahlanlagen STT 2 FP sind für die Ausrüstung des Seismic Research Schiffes für den indischen Kunden ONGC bestimmt, die beiden andere Bugstrahler für die 18500 DWT Containerschiffe von HANSEATIK Lloyd.

Auch kleinere russische Werfte sind sehr gefragt; so wurden vor einigen Monaten sechs Offshore Supply Schiffe für den norwegischen Kunden KS North Sea Safety in Yaroslavl Schiffswerft zur Auslieferung im Zeitraum 2009 bis 2011 bestellt.

Das erfolgreiche Design IMT 955 (von dieser Schiffsserie wurden schon Schiffe bei Zamakona in Spanien mit SCHOTTEL Ruderpropellern Typ SRP 550 gebaut) wird nach Eignerwunsch etwas geändert. Überzeugt von früheren langjährigen Erfahrungen setzt KS North Sea Safety, ein Unternehmen der Torghatten Trafikkselskap und Simon Mokster Rederi AS, wieder auf SCHOTTEL-Qualität: Zum Einsatz kommen nun je zwei Twin-Propeller STP 1010 ( je 900 kW bei 1200 rpm), ein ausfahrbarer Ruderpropeller SRP 550 ZSV (800 kW/1200 Upm) und ein Bugstrahler Typ STT 2 FP (350 kW bei 1200 Upm), alle Anlagen diesel-elektrisch getrieben und gemäß DNV-Klassifikation gebaut