LUX UND SCHOTTEL – SEIT JAHRZEHNTEN VERBUNDEN

Zweite und dritte Generation im Familienunternehmen: Geschäftsführer Elmar Miebach im Gespräch mit Vater Toni Miebach (links);
MS “Hansestadt Rostock”, 2x STP 0320,
1x STT 010
MS “Princesse Marie-Astrid”, 2x SRP 200,
1x SPJ 57 RD

L U X-Credo: Aus den Wünschen der Kunden und der Erfahrung der Lux Werft entsteht das Schiff

 

Der Rhein zählt zu den verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Von seiner Quelle in den Schweizer Alpen bis zur Mündung in der niederländischen Nordsee legt er eine Strecke von rund 1200 Kilometern zurück. Den größten Teil davon in Deutschland. Die Romantik des Flusslaufs mit seinen zahlreichen Burgen inspirierte Dichter und Komponisten. Viele Firmen nutzen den Strom als Standortvorteil, kreative Existenzgründer etablieren an seinen Ufern Schiffbaubetriebe.

  

Der Rheinkilometer 578,4 beheimatet seit 90 Jahren die Firmenzentrale der SCHOTTEL Gruppe, und 82, 5 Kilometer weiter nördlich, am Rheinkilometer 660,9, wurde 1945 die Lux Werft von Johann Lux gegründet. Die Nachbarschaft zwischen den Metropolen Mainz und Köln verbindet seither beide Unternehmen. 90 Prozent aller Schiffe aus dem Hause Lux haben Anlagen von SCHOTTEL.

 

Es begann mit Nachen… 

1945 legte der gelernte Schiffbauer Johann Lux den ersten Nachen auf Kiel. Das Geschäft florierte. Mehr als 5000 Nachen wurden produziert, bis schließlich immer größere Schiffe bei Lux vom Stapel liefen:  

1948 begann die offizielle Zählung mit Nr. 1 des Baunummernverzeichnisses – ein knapp 16 Meter langes und gut 3 Meter breites Proviant- und Schleppboot. Und 2010 die Baunummer 192 – MS „Princesse Marie-Astrid“ mit 60 Metern Länge über alles und 11,40 Breite über alles.  

Inzwischen ist die Nr. 197 im Bau. 3-5 Schiffe pro Jahr verlassen die Werft, die durch organisches Wachstum und Übernahmen behutsam die Kapazitäten den Erfordernissen angepasst hat und  Schiffbauten in höchster Qualität bietet.

 

Heute ist die L U X-WERFT UND SCHIFFAHRT GmbH vor allem als Spezialist für die Fahrgastschifffahrt europaweit bekannt. Lux-Schiffe befahren den Rhein mit seinen Nebenflüssen, sowie Donau, Weser, Elbe und Binnenseen, Gewässer Österreichs, der Schweiz, Luxemburgs, Frankreichs und der Niederlande.

  

...bis zum europaweit renommierten Spezialisten für Fahrgastschiffe 

Inzwischen ist die dritte Generation der Familie im Unternehmen tätig. Das Leistungsspektrum der LUX-WERFT umfasst alle relevanten Bereiche wie Marktanalyse, Standortbewertung, Konzepterstellung, Design, Konstruktion, Maschinenbau, Elektrotechnik, Innenarchitektur, Überlandtransport und Service. 

Geschäftsführer Elmar Miebach verrät das Erfolgsrezept: „Aus den Wünschen der Kunden und der Erfahrung der LUX-Werft entsteht das Schiff“. Rund 50 Mitarbeiter beschäftigt die Firma. „Spezialisten aus allen Bereichen arbeiten mit dem Ziel, das bedarfsgerechte Schiff zu bauen“, so Miebach.  

Hinzu kommt das Know How der wichtigsten Zulieferer. 

Im engen Dialog mit SCHOTTEL werden strömungsgünstige Propulsionskonzepte entwickelt. 

Miebach: „Wenn ein Kunde ein Schiff bestellt und keinen ausdrücklichen Wunsch äußert, empfehlen wir immer SCHOTTEL-Anlagen. Die Schiffe unserer eigenen Reederei sind mit SCHOTTEL-Propellern ausgerüstet. Das ist das beste Argument“.

 

Mit eigener Flotte ein zweites Standbein 

Seit 1967 betreibt die Familie als zweites Standbein auch die Schifffahrt auf Seen und Talsperren sowie seit 2006 einen Fährbetrieb über den Rhein. Die eigene Fahrgastflotte untermauert eindrucksvoll die Erfahrungen der Lux Werft.

   

Reederei Schütt – langjähriger Kunde von Lux 

Die Reederei Schütt ist seit vielen Jahren Kunde bei Lux. Alle Schiffe des Rostocker Familienunternehmens haben SCHOTTEL-Antriebe. Die alte „Hansestadt Rostock“ wurde im Jahr 2010 ersetzt und erhielt als erstes Schiff zwei STP 0320 der neuen Generation im Hinterschiff

Im Vorschiff befindet sich eine Querstrahlanlage STT 010. Das Schiff für 250 Personen mit einer Länge von 34 Metern und einer Breite von 8,20 Metern bei einem Tiefgang von 1,20 m hat die kompaktesten STP Anlagen aus dem SCHOTTEL Angebot erhalten. Die beiden STP mit je 182 kW sind hydrodynamisch optimiert, so dass sich fast der gesamte Anlagenschub in Vortriebskraft umsetzen lässt.